Digitale Teilhabe | Teil 2: „Leichte Sprache“
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG), das am 28. Juni 2025 in Kraft tritt, soll mehr digitale Teilhabe in der Kommunikation, beim Zugang und Erwerb von Wissen, der beruflichen Qualifikation, der Nutzung von Technologien und dem gesellschaftlichen Miteinander ermöglichen.
Eine Möglichkeit der Partizipation stellt die Kommunikation durch „Leichte Sprache“ dar – mittels analoger Hilfsmittel und digitaler Technologien. In unserem zweiten Seminar der Reihe „Digitale Teilhabe“ zeigen Expertinnen aus der Sozialwirtschaft gemeinsam mit App-Herstellern in Best Practice-Beispielen auf, wie eine kommunikative Transformation in „Leichte Sprache“ gelingen kann – u. a. durch Nutzung und Implementierung digitaler Tools in der Eingliederungshilfe und bei Dienstleistern, die Unterstützung bei der Übersetzungsarbeit leisten. Ziel ist es, komplexe Sachverhalte leicht, einfach und verständlich für unterschiedliche Zielgruppen aufzubereiten und so zu einer gelingenden Kommunikation zwischen Menschen mit und ohne Handicap beizutragen.
Inhalte auf einen Blick:
• Gesetzliche Vorgaben: BFSG
• Zielgruppen: Wer benötigt „Leichte Sprache“ – und warum?
• Best Practice: Anforderungen an „Leichte Sprache“ – Einblicke in die Aufgaben und Anforderungen aus der Sozial-Praxis eines Büros für „Leichte Sprache“
• Was wird übersetzt? Wie wird übersetzt? Was wird geprüft? Wer prüft?
• Einsatz, Nutzung, Implementierung digitaler Tools für Leichte Sprache
• Praxisbeispiel Start-up: Vorstellung digitaler Tools für „Leichte Sprache“
Referentinnen:
Unsere Referentinnen Yvonne Levermann und Annika Denker sind zertifizierte Übersetzerinnen für “Leichte Sprache“ und arbeiten im Büro für „Leichte Sprache“ bei der Diakonie Nord Nord Ost in Holstein. Das diakonische Unternehmen ist Mitglied im Digitalverband FINSOZ und im Norden Deutschlands für über 4.500 Mitarbeitende mit und ohne Behinderung im Einsatz.
Vanessa Theel ist Mit-Gründerin und Geschäftsführerin des Start-ups SUMM AI. Sie entwickelte zusammen mit Kolleg:innen ein KI-Tool für Leichte und Einfache Sprache, das in der Sozialwirtschaft Anwendung findet.
AGENDA
Seminarinhalte |
08.05.2025 | 13:00 – 15:00 Uhr |
Lernziel:
Im Seminar erhalten Teilnehmende Einblicke in die Potenziale, Herausforderungen und Grenzen der „Leichten Sprache“ im Arbeitsalltag sozialer Organisationen. Sie nehmen Einblick in die Aufgaben, Arbeitsweisen und Projekte eines Übersetzungsbüros für „Leichte Sprache“ und lernen digitale Tools als Unterstützungs-Technologien kennen. Anhand eines Best Practice-Beispiel zeigen die Referentinnen u. a. in einer Live-Demonstration auf, wie digitale Tools in der Übersetzungsarbeit implementiert und ergänzend eingesetzt werden.
Inhalte:
♦ Gesetzliche Vorgaben und Richtlinien
Überblick über das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) und weitere gesetzliche Grundlagen zur „Leichten Sprache“
♦ Bedarfe und Auftragsarten
Wann und für welche Inhalte ist Leichte Sprache erforderlich? Anwendungsbereiche in Behörden, Unternehmen und Bildungseinrichtungen
♦ Leichte Sprache in der Praxis – Technologien, Apps und Standards
Entwicklung von Standards, Implementierung von Technologien und Umsetzung im Alltag
♦ Einsatz von Übersetzungstools
Welche digitalen Tools unterstützen die Erstellung von Leichter Sprache? Vorstellung bewährter Software und Anwendungen.
♦ Anwendungsbeispiel SUMM AI
Wie kann KI die barrierefreie Kommunikation unterstützen?
♦ Live-Demonstration: Erstellung von barrierefreien Texten mit SUMM AI.
♦ Diskussion und Fragerunde:
Chancen, Grenzen und zukünftige Entwicklungen im Bereich der digitalen Sprachassistenz.
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